Neuer Tourismus-Rekordwert: 135 Millionen Übernachtungen im Jahr 2015

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Wien, 2016-01-29 – Rund 135,15 Millionen Nächtigungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben im Kalenderjahr 2015 stellen einen neuen Rekordwert dar, der um 2,5% über dem Vorjahr und 1,3% über dem bisherigen Höchststand 2013 liegt. Diese vorläufigen Ergebnisse sind laut Statistik Austria sowohl auf Steigerungen der inländischen (+2,1% auf 36,41 Mio.) als auch ausländischen (+2,6% auf 98,74 Mio.) Übernachtungszahlen zurückzuführen.

Nach Herkunftsländern betrachtet stieg im Vergleich zu 2015 die Zahl der Nächtigungen von Gästen aus Deutschland um 1,3% auf 50,14 Mio. an. Auch die zweit- und drittwichtigsten ausländischen Herkunftsmärkte, Niederlande (9,17 Mio.) und Schweiz (4,91 Mio.), verzeichneten Zuwächse von 1,7% bzw. 5,8%. Den höchsten Rückgang innerhalb der wichtigen Herkunftsländer wies Russland auf. Im Vergleich zu 2014 wurden 612.000 Übernachtungen weniger verzeichnet (-34%). Mit insgesamt 1,19 Mio. Übernachtungen liegt diese Zahl nunmehr um 39,2% unter dem bisherigen Rekordjahr 2013, wo noch 1,95 Mio. russische Übernachtungen gezählt wurden.

Mit insgesamt 39,40 Mio. Ankünften wurde ebenfalls der bisherige Höchstwert aus dem Vorjahr (37,56 Mio.) um 4,9% übertroffen. Die Zahl der inländischen Gästeankünfte, die 2007 mit 10,37 Mio. erstmals die 10-Millionen-Marke überschritten hatte, erreichte im Jahr 2015 ein neues Höchstniveau von 12,69 Mio. (+3,5% im Vergleich zum Vorjahr), die Zahl der Ankünfte ausländischer Gäste stieg auf 26,71 Mio. (+5,6%; siehe Tabellen 1 und 2).

Gäste bleiben kürzer und übernachten in höherwertigen Quartieren

Auch im Jahr 2015 setzten sich die langjährigen Trends zu kürzerer Aufenthaltsdauer und höherwertigen Quartieren fort. So legte die Zahl der Übernachtungen in 5/4-Stern Hotels mit 3,1% überdurchschnittlich stark zu. Insgesamt wurden in diesen beiden Hotelkategorien 49,03 Mio. bzw. 36,3% aller Übernachtungen generiert. Vor 20 Jahren (1995) lag diese Zahl noch bei 25,76 Mio., was einem Anteil von 22,0% entsprach. Auch gewerbliche Ferienwohnungen zeigten mit +6,1% Zuwachs an Übernachtungen eine positive Entwicklung. Rückläufig hingegen war die Nächtigungszahl in Privatquartieren mit -2,8%. 2015 lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 3,4 Übernachtungen, was den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnung darstellt. 1995 blieben die Gäste noch 4,8 Nächte lang (siehe Tabellen 1 und 2).

Steiermark und Wien bei den Österreicherinnen und Österreichern immer beliebter

Wie eine Untersuchung der Inländernächtigungen nach Bundesländern zeigt, wurden im Jahr 2015 die meisten Nächtigungen mit 7,15 Mio. in der Steiermark beobachtet, gefolgt von Salzburg (6,00 Mio.) und Kärnten (4,70 Mio.). Knapp die Hälfte (49,0%) aller inländischen Übernachtungen fand in diesen drei Bundesländern statt. Ein Zehnjahresvergleich zeigt in allen österreichischen Bundesländern Anstiege, die aber vor allem in Wien mit 6,0% überdurchschnittlich hoch ausfielen (siehe Tabelle 3).

Dezember 2015: Rückgänge bei Nächtigungen und Ankünften

Im Dezember 2015 war sowohl die Zahl der Nächtigungen (-3,5% auf 10,50 Mio.) als auch die Zahl der Ankünfte (-1,3% auf 3,08 Mio.) rückläufig. Diese Abnahme ist vorwiegend auf einen Rückgang der deutschen Übernachtungen von -9,3% (auf 4,08 Mio.) zurückzuführen, während die Zahl der inländischen Nächtigungen um 2,2% auf 2,27 Mio. stieg (siehe Tabellen 4 und 5).

Wintervorsaison November/Dezember 2015 leicht rückläufig

In den ersten beiden Monaten der Wintersaison 2015/16 – November und Dezember – wurde mit 15,04 Mio. Übernachtungen erneut die 15-Millionen-Marke überschritten. Dennoch wies die bisherige Wintersaison einen leichten Rückgang von 0,8% auf. Nach einem guten Start im November 2015 (+5,9 % bei den Übernachtungen) ist der Gesamtrückgang in der Wintervorsaison auf das schwache Dezemberergebnis zurückzuführen. Anstiege gab es hingegen bei der Zahl der Ankünfte (+1,1% auf 4,94 Mio.; siehe Tabellen 6 und 7).

Detaillierte Ergebnisse auf Bundesländerebene bzw. weitere Informationen zur Beherbergungsstatistik finden Sie auf unserer Webseite. Dort stehen auch Ergebnisse auf Gemeindeebene nach Monaten zur Verfügung („Gemeinde-Factsheets“ ab dem Berichtsmonat Jänner 2015).

Quelle: Statistik Austria

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